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Gastvortrag Prof. Dr. Cornelia Ruhe (Universität Mannheim)

6.6.19, 14:15-15:45, O.10.30

Das Plakat der Veranstaltung gestaltete Frau Marie Cravageot. Auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne ein Exemplar zu.

Im Rahmen der Vorlesung "Roland Topor - Literatur und Migration" von Prof. Dr. Matei Chihaia (Donnerstags von 14:15 bis 15:45) spricht am 6. Juni Frau Prof. Dr. Cornelia Ruhe über das Thema "Von La Haine zu Divines.
Gender Trouble im französischen cinéma de banlieue". Der Vortrag ist in deutscher Sprache, der Eintritt ist frei.

Im französischen "Cinéma de banlieue", das die Spannungsverhältnisse zwischen dem Zentrum französischer Großstädte und ihrer meist von Migration geprägten Peripherie thematisiert, standen über Jahrzehnte männliche Protagonisten im Mittelpunkt der Darstellung. Erst in den letzten Jahren erscheinen mit „Bande de filles“ (C. Sciamma) und „Divines“ (H. Benyamina) Filme, die systematisch und auf allen Ebenen weibliche Figuren ins Zentrum rücken. Anhand von Beispielen aus einem der paradigmatischen Filme des Genres, „La haine“ von M. Kassovitz und „Divines“ zeigt der Gastvortrag, wie stark der performative Charakter von Geschlecht in beiden Filmen nicht nur von kulturellen Prägungen, sondern auch von gesellschaftlichen Zuschreibungen bestimmt wird.

Cornelia Ruhe ist seit 2010 Professorin für frankophone und hispanophone Literaturen (und Medien) an der Universität Mannheim. Sie studierte Romanistik, Slavistik und Anglistik an den Universitäten Regensburg und Konstanz. In Konstanz promovierte wie 2002 mit einer Arbeit zur Literatur der maghrebinischen Migration in Frankreich (La cité des poètes. Interkulturalität und urbaner Raum. Würzburg: Königshauses 2004), es folgte ein zweites Buch zum Kino der maghrebinischen Migration (Cinéma Beur. Analysen zu einem neuen Genre des französischen Kinos. Konstanz: UVK 2006). Die Habilitation erfolgte 2009 mit einer Arbeit zur Aneignung der russischen Literatur in Frankreich und Spanien um 1900 (Invasion aus dem Osten. Die Aneignung russischer Literatur in Frankreich und Spanien 1880-1910. Frankfurt: Klostermann 2012). Eine Monographie zu Kriegen und Konflikten in der zeitgenössischen frankophonen Literatur ist (fast) im Druck (Revenants de la guerre. Reconnecter la mémoire des conflits dans la fiction francophone contemporaine, 2019). Ihre Forschungsgebiete umfassen die zeitgenössische französische Literatur (und das Kino), die Kultursemiotik und die Intertextualität.