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SEKRETARIAT

Andreas Thomas

Raum: O.10.17

Telefon: +49 202 / 439 - 2970
Email: thomas-romdid@uni-wuppertal.de

Öffnungszeiten für Studierende: 
Mo-Do : 10-11 Uhr

Aktuelles

  • Vortrag von Dr. Clara Ruvituso (Universität Rostock): Entwicklung und Unterentwicklung aus lateinamerikanischer Perspektive
    Am 19.12.2017 um 18 Uhr in HS 26[mehr]
  • Événements culturels en français en Rhénanie // Décembre 2017
    Chères étudiantes, Chers étudiants, Que faire en français en décembre à Wuppertal et dans les...[mehr]
  • Rencontre littéraire am 14.12.2017 um 16 Uhr
    mit der französischen Autorin Maylis de Kérangal[mehr]
  • Die Anmeldung zur Terminvergabe für eine MAP in der Fachdidaktik Romanistik (Französisch, Spanisch) im WS 2017/18
    ist in der Zeit vom 27.11. - 15.12.2017 über das verlinkte online-Formular möglich.[mehr]
  • MAP Literatur / Sprachwissenschaft / Sprachpraxis (Französisch) im MEd
    Link zu Informationen: WiSe 2017/2018 und SoSe 2018[mehr]

Gegenstand und Ziele

Die allgemeine Fremdsprachendidaktik und die sprachspezifischen Didaktiken – wie die Didaktik des Französischen und die Didaktik des Spanischen – beschäftigen sich mit Fragen des Lehrens und Lernens von Fremd- und Zweitsprachen ganz allgemein und mit dem Lehren und Lernen von Französisch bzw. Spanisch im Besonderen. Ziel ihrer Bemühungen ist es, das Lehren und Lernen der Sprachen auf das Basis empirischer Forschung besser beschreiben, besser verstehen und eventuell besser erklären zu können, um so Vorschläge für mögliche Verbesserungen machen zu können.

Fragestellungen

Dabei gehen die Fremdsprachendidaktiken zum Teil von Fragen aus, die auf den ersten Blick ganz einfach sind, deren Beantwortung jedoch nur unter Verweis auf eine ganze Reihe von Faktoren adäquat erfolgen kann. Die Frage danach, wann und in welcher Form grammatische Fehler im mündlichen Sprachgebrauch am besten korrigiert werden sollten, kann nur unter Verweis auf die individuellen Lernenden, die bereits erreichte Kompetenz in der Fremdsprache, die verfolgten Lernziele, lokale Gegebenheiten usw. beantwortet werden. Oder um es mit Dietmar Rösler zu sagen:

„Die Welt des Fremdsprachenlernens ist zu bunt und zu vielfältig, als dass eindeutige allgemeine Aussagen über das richtige Vorgehen möglich wären.“ (Rösler 2012: 271).

Und spätestens, wenn man die Frage nach der angemessenen Fehlerkorrektur auf den Bereich schriftlicher Lernerproduktionen umformuliert, wird zudem deutlich, dass es z.B. mit Blick auf Französisch einen Sinn ergibt, fremdsprachendidaktische Fragen auch sprachspezifisch zu formulieren und zu untersuchen. Denn anders als im Spanischen kann im Französischen das, was laut vorgelesen noch ganz richtig klingen mag, in einer lautgemäß richtigen, aber grammatisch nicht adäquaten Schreibweise ganz falsch sein:

* Jeanne et Frida aiment le sport. Souvent, elles jouent au foot ensemble.

Kurz: Die Didaktik der romanischen Sprachen formuliert z.T. einfache Fragen. Sie gibt fast immer komplexe Antworten, die mit vielen Bedingungen verknüpft werden und die fast nie auf ein einfaches „So lernt man Französisch!“ oder „So lehrt man Spanisch am besten!“ hinauslaufen. Mal beziehen sich die Antworten der Fremdsprachendidaktik ganz allgemein auf das Fremdsprachenlehren und -lernen. Mal können Antworten nur für bestimmte einzelsprachliche Phänomene gegeben werden.

Reichweite von didaktischen Vorschlägen und die Rolle der Akteure

Die Angemessenheit eines bestimmten Vorgehens beim Lernen von Spanisch oder beim Lehren von Französisch können vor diesem Hintergrund immer nur diejenigen treffen, die in einer konkreten Situation, in einem konkreten Kontext, unter spezifischen Bedingungen mit bestimmten Personen ein bestimmtes Sprachlernziel erreichen wollen. Je mehr Handlungsmöglichkeiten den Akteuren in den Entscheidungssituationen zur Verfügung stehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eine wirklich angemessene Entscheidung treffen und entsprechend auch handeln können.

Daraus folgt: Die Didaktik der romanischen Sprachen setzt darauf, Lehrende und – was zunächst verwundern mag – auch Lernende umfassend über Handlungsoptionen beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen zu informieren. Sie will Lehrende und Lernende befähigen, die für ihre Situation jeweils angemessene Entscheidung treffen zu können.

Konsequenzen für die Lehre in der Didaktik der romanischen Sprachen

Weil wir davon ausgehen, dass Handeln durch subjektive Theorien vermittelt erfolgt, gehen wir in den Lehrveranstaltungen von den subjektiven Erfahrungen beim Lernen und Lehren von Fremdsprachen und den daraus erwachsenen subjektiven Theorien der Studierenden/Lehrenden aus. Diese sollen bewusst zum gemeinsamen oder individuellen Reflexionsgegenstand werden, um bei Bedarf modifiziert werden zu können. Damit diese Reflexion nicht nur schon bekanntes Wissen umwälzt und damit die Modifikation begründet und zielgerichtet erfolgt, greifen wir in den Lehrveranstaltung zur Bewusstmachung und Reflexion in gezielter und angeleiteter Weise auf die Auseinandersetzung mit der fremdsprachendidaktischen Literatur und Forschung zurück.