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Forschungsprojekte

Subjekte und Objekte im Italienischen und Spanischen als heritage languages in Deutschland

 

Mitarbeiter

Frau Laura Di Venanzio (Betreuung des span. Projektbereichs)

Frau Anna-Lena Rumpf (Betreuung des ital. Projektbereichs)


Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Pedro Guijarro-Fuentes, University of Plymouth (England): DFG-gefördertes bilaterales Kooperationsprojekt "Syntactic survivals in language contact" - Forschungsaufenthalt an der Bergischen Universität Wuppertal von Januar bis März 2011
  • Prof. Dr. Natascha Müller, Bergische Universität Wuppertal

Projektbeschreibung

Zusammenfassung der wissenschaftlichen Fragestellung

Obwohl Deutschland während der 1960er Jahre sehr viele Italiener und Spanier als „Gastarbeiter“ aufgenommen hat, wurde ihre Kompetenz in der romanischen Muttersprache bislang kaum untersucht. Bislang ungelöst ist die Frage, ob die erkennbar ablaufenden Veränderungen in der sog. Heritage language ein Phänomen des (nicht pathologischen) Sprachverlusts oder des Sprachwandels, d.h. eine Veränderung im bereits erworbenen, intakten System, darstellt. Für die Untersuchung wird die bisherige Forschung im Bereich des bilingualen Erst-spracherwerbs als Startpunkt herangezogen. Spontane sowie elizitierte Daten von Heritage-Sprechern mehrerer Generationen beider romanischen Sprachen und Varietäten derselben werden im Hinblick auf die folgenden Hypothesen untersucht. Die erste und weiteste Hypothese (A) des geplanten Projekts ist, dass genau die Phänomene, die sich im bilingualen Erstspracherwerb als für Spracheneinfluss anfällig erwiesen haben, auch diejenigen sind, in denen sich in den sog. Heritage languages der untersuchten Sprecher die frühesten und deutlichsten Veränderungen zeigen. Das Projekt wird drei grammatische Bereiche mit unterschiedlichen Charakteristika untersuchen: a) Nullargumente (sowohl Null-subjekte als auch Nullobjekte, beide einflussanfällige Bereiche an der Syntax-Pragmatik-Schnittstelle), b) Objektklitika (nicht einflussanfälliges, rein syntaktisches Phänomen) und c) Klitikverdopplung (Phänomen der Syntax-Semantik-Schnittstelle und daher potentiell einflussanfällig). Die weiteren, phänomenspezifischen Hypothesen lauten: B) Nullsubjekte werden bei den deutsch-spanischen und deutsch-italienischen heritage speakers zugunsten einer weitgehend systema-tischen Verwendung von Subjektpronomina aufgrund von Veränderungen in der Spezifikation der grammatischen und pragmatischen Merkmale zurückgehen. Hypothese C) betrifft den Bereich der Objekte, in dem eine Zunahme von Nullobjekten erwartet wird, jedoch keine Unterschiede in der Syntax der Objektklitika. Hypothese D) hält fest, dass die Klitikverdopplung, die an bestimmte Verbklassen und die semantische Interpretation von Objekten gebunden ist, zu einer Abnahme der entsprechenden Konstruktionen führt.